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Matz und Morix
Eine Schüttelgeschichte in Sieben Streichen
von Wilhelm Busch
Geschüttelt von Harald Weinkum
Worvort
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7 Schluss
Was muß von Kindern – leider bösen
–
Und man von Streichen beider lesen!
Wie z.B. von diesen hier,
Welch' Max und Moritz hießen dir.
Die, anstatt durch weise Lehren
Tugendhaft und leise wären,
Sich lustig über Leute machen,
Und dann über die Meute lachen.
Egal, was andre raten tun-
Sie nur nach üblen Taten ruhn.
Tiere in den Ställen quälen,
Obst von fremden Quellen stehlen.
Eh sie Unangenehmes queren
Sie Lust auf was Bequemes nähren,
Und nicht in der Schule – stöhn!-
Sitzen auf dem Stuhle schön.
Ob’s wer zur Tugend sende, ehe
Ich ein böses Ende sehe?
Wegen aller miesen Faxen
Von Moritz und dem fiesem Maxen
Wird nun all ihr Dreck beschrieben,
weil sie soviel Schreck betrieben.
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Weil Kuhmist man mit Mühe kehrt
kein Bauer gerne Kühe mehrt.
Eher Vögel im Gelände hegen
Die Eier in die Hände legen.
Als Grund gibt man den kessen an:
Dass man sie ja auch essen kann;
Will Polster man in Ledern fassen
Dann soll’n sie dafür Federn lassen
Die füllet dann in Kissen man
Wenn man Komfort nicht missen kann.
Vom Huhnverkauf sie wollte
Bares,
Geschäftstüchtig? – die Bolte war es.
Die Henne reift ihr Ei von drinnen-
Die Bolte hatte drei von ihnen.
Max und Moritz dachten nun:
Ob wir hier übernachten tun?
Oder geschwind, so ein und zwei,
Ein Stückchen Brot entzwei’n, und ei!-
Ein scharfes Messer dir
gefeilt
Und schon das Brot in vier geteilt.
Um Hühner nun zu fangen, laden
Sie jeweils auf den langen Faden
Ein Brotstück an den vieren Enden
Dass alle Tier’ den ihren fänden
Um dran, ohne genau zu fragen
Im Hof der guten Frau zu nagen.
Noch bevor’s die Hunde sahn’,
Da kräht schon der gesunde Hahn.
Die Hennen, weil’s man riechen
kann
Fangen auch gleich zu kriechen an.
An den Brötchen munter nag’
Wer’s den Hals hinunter mag.
Des Weg’s will jeder seinen gehen
Doch fortgeh’n kann man keinen sehen.
Auch festes In-die-Rinde-beissen
Kann’s nicht aus dem Gebinde reissen.
Der Wind, der in der Höhe bebt
Sie dann durch eine Böe hebt.
Da hängen sie, an heute langen
Ästen, wo schon Leute hangen.
Ihr Hals sich lang und länger biegt,
Die Stimme bang und bänger liegt.
Schnell landet auf der Stelle not
Manch Ei, dann kommt der schnelle Tod.
Recht gern geschlafen hätte Bolte
Doch Lärm sie aus dem Bette holte.
Wenn auch nicht leicht ihr grausen
tät,
Voll Furcht sie nun nach draussen geht.
„Es fliesst aus meinem Tränensack-
Mein Hoffen und mein Sehnen trag’
Von nun an der monströse Baum-
Schier endlos scheint der böse Traum!“
Tieftraurig nimmt sie beide Messer
Und sagt sich, „Ich vermeide besser
Dass sie auf dieser Hecken Strängen
Den Hals sich weiterstrecken, hängen.“
Der Knaben mieser, blauer
Trick
Beschert der Witwe Trauerblick.
Die Buben wandern bleiche Straßen
und schon zum zweiten Streiche blasen.
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Wenn ihr auch noch das Herz
erschmollte,
Die Bolte sich vom Schmerz erholte,
Dachte hin und dachte her,
Dass, wer die Toten achte, der
Muss die Hühner zum Verehren
Braten und sodann Verzehren. -
Ihr Leben schien ein grauer Tross
Und freilich war die Trauer groß,
Als sie nun so nackt und blass
Am Herde war'n, geplagt und nass,
Die einst im schönen Schattengarten
sich froh um Bolte's Gatten scharrten. -
Ach, neben den Gebeinen wollte
Sogleich aufs Neue weinen Bolte.
Die Buben, weil man's riechen kann
Fangen aufs Dach zu kriechen an.
Den Hals die jungen Leute biegen
Und sehen da die Beute liegen.
Fehlt den Hühnern doch der Kopf,
lieblich brutzelnd kocht der Topf.-
Mit Tellern aus dem Tellerkasten
Tut sie sich in den Keller tasten,
Dass sie dazu einen Kohl
Den sie liebt, wie keinen, hol',
Den sie im Feuerscheine wärmt
Weil sie für dieses eine schwärmt.-
-Was bloss der Lärm am Dache soll?
Der Max macht seine Sache toll,
Gibt auf Balancemangel acht-
Seht, was er mit der Angel macht!
Schnupdiwup, sie hoben ihr
Hühnchen schon nach ober hier.
Schnup! die zweite Nummer kam,
Die Max zu Bolte's Kummer nahm.
Auch die Nummern dreie, viere
war'n für die Buben freie Tiere.
Der Spitz alles genau sah,
In der Küchen-Sauna.
Die zwei mit Hunger unterm
Rachen
Den Weg vom Dach herunter machen.-
Spektakel wird's gleich geben eines,
Denn Bolte sieht soeben keines
Ihrer geliebten fetten Tiere
Wo wir erwarten täten viere.
Weil alle Hühner waren fort
Schrie Bolte manch zerfahren Wort:
"Oh, böser, mir gespielter Witz
! !
Warte nur, die wilder Spitz ! ! !"
Der Löffel wird zum
Hitzen-Speer;
So geht es über Spitzen her.
Laut ertönt sein Wehgeschreie,
Missfällt ihm doch die "schräge" Weihe.
-Der Schmaus findt' hinter
Hecken statt,
Wo Platz man zum Verstecken hat.
Den Bauch sie schnarchend halten kühner
Nach dem Genuss der kalten Hühner.
Die Bolte war im Streite
z'weich-
dieses war der zweite Streich.
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Es fertigt, auch aus Resten,
Böck
Im ganzen Dorf die besten Röck'.
Alltagsröcke hangen lose
Nebst Frack und einer langen Hose,
Er plant bequeme Westentaschen,
Tut sie dann schneidern, testen, waschen,
All dies und andre Sachen mehr
Wusste er zu machen sehr.
Nie entging's den feinen Blicken
Wenn man an Hosenbeinen flicken,
Oder am Spinnrad wachen musste,
Der Böck all dies zu machen wusste.
Zur Seite steht dem Herrn 'ne Gattin,
Die ganz' Gemeinde gerne hat ihn.
Die Buben aber mieslich trachten,
Dass sie ihn ja verdrießlich machten.
Weil Böck nämlich ein Wassernarr,
sein Weg Zum Haus ein Nasser war.
Damit jedoch der Wege starr,
Überm Bach ein Stege war.
Die zwei wollen nicht träge
sein,
Und sägen mit der Säge drein,
Ritzeratze! lief die Tücke,
In die Brücke tief die Lücke!
Die Lücke sie am Rande schufen,
gleich hört man's ohne Schande rufen:
"He, alter Frauenmeider!
Schneck!
Komm raus, du Schneider, Schneider, meck!"
Und welch Gesicht sie leider schneiden,
Kann unmöglich ein Schneider leiden;
Den Böck fast niemals Plagen kratzen,
Doch dies lässt ihm den Kragen platzen!
Der Böck sogleich die Elle
schwingt,
Und über des Hauses Schwelle hinkt,
Sucht er auch zu meiden Schreck-
Die Zwei zum Angriff schreiten: "Meck!"
Wo die Säg' einst in die Brücke
stach -
Mit Kracks! Diese in Stücke brach.
Und wieder schrein's, im Wahne,
"Meck!"
Plumps! Da ist der Manne weg.
Der Böck, in Not gekommen,
schwamm
Bis ein Paar Gäns' geschwommen kam.
Wenn sich's auch nicht für Feine passt,
Der Böck die Gäns' am Beine fasst.
Aufs Land bringt ihn der Gänse
Mut;
Sie flatterten immense gut!
Für Böck war das kein netter Spass,
Er ist noch sehr viel später nass.
Die Flusskälte ertragen Mücken-
Dem Böck verschafft sie Magendrücken.
Die Frau Böck mit Preisen achte,
Weil sie ein Bügeleisen brachte,
Und auf den Leib die Wärme tut-
Das lindert der Gedärme Wut.
Fürs Bauchweh wirkt ein Mieder
Wunder,
Im Dorf heisst's: "Böck ist wieder munter!"
Dieses war der dritte Schaden,
Eh' sie noch bös're Schritte taten.
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Wegen letzten Streiches miesen
Schluss
Man endlich was beschliessen muss.
Wollen Menschen hoch, gleich Sternen leben
Muss man schreiben, lernen, streben.
Dem, der überm Lesen wacht
Ein vernünftig Wesen lacht.
Nicht allein an Mathe-Sachen
Soll der Mensch sich satte machen;
Er höre sorgsam weise Lehren
Die anderen zu leise wären.
Mit Verstand, so der Erlass,
Mach der Lämpel-Lehrer das.
Zwar viele ihm sein Geist-Licht neiden,
Die Buben mochten ihn nicht leiden.
Wer über Weisheits-Ehrer lacht,
Gibt nicht auf den Lehrer acht.
Nun war der brave Lehrer ein
Pfeiftobak-Verehrerlein.
Was, wo du nicht fragen musst,
Nach des Tages Magenfrust
Man niemandem, keinen Mann
Etwa übel meinen kann.
Zugleich zwei verdrossen'
Bengeln
Schon auf neue Possen drängeln,
Um mit Tricken - miesen - dann
Anzugreifen diesen Mann.
Sonntags sitzt Lämpel bieder
wach
An der Orgel, wie der Bach,
Tut mit Gefühle Töne schichten
Und Texte dazu schöne dichten.
Doch schon säen die Buben Streit,
Tun sich in Lämpel's Stuben breit
Wo die Meerschaumpfeife stand;
Der Max ergreift das steife Pfand;
Moritz, vor der Tintenflasche,
Zieht Pulver aus der Flintentasche,
Der Pfeife, ohne Keifen, stopf'
Man Pulver in den steifen Kopf.
Jetzt nur schnell nach Hause bald,
Die Kirche nun schon Pause halt'. -
Kaum verstummt das
Tempel-Läuten,
Sieht auf die Uhr man Lämpel deuten;
Wir sehn mit Notenheften-Schätzen
Ihn heim von Amtsgeschäften hetzen.
Des Lämpels Beine hegen Schritte
Zur heimatlichen, schrägen Hütte,
Wo er gleich ohne Mucker zundet
Die Pfeife, die wie Zucker mundet
Im Ofen brennt der reife
Pfosten,
Tabak tut in der Pfeife rosten.
Die Flamme schnell zum Knalle
wachst -
Die Pfeif' mit viel Krawalle knackst!
Auch gibt das berstend' Wasserglas
Zu reparier'n dem Glaser was.
Ofen, Tische, alles fliegt,
Und gemäß des Falles, liegt.
Den Dampf sieht man erhebend
leeren -
Der Lämpel zählt zu Lebend-Heeren!
Still liegt er am starren Rücken;
Manch' Möbel liegt in raren Stücken.
Die Hand ist schwarz wie Mohren,
und
Detto Nase, Ohren, Mund.
Statt Haaren auf dem schalen Kopf
Sieht man nur einen kahlen Schopf.
Wer soll denn nun belehren Massen
Und Wissenschaft vermehren lassen?
Wem soll man Amtestätigkeiten löhnen,
Wer wird die Schule leiten können?
Und auch wollt' Lämpel rauchen bis
Die Pfeif' nicht mehr zu brauchen is'.
Die Zeit zumindest tat ihr Heil,
Nur die Pfeife hat ihr Teil.
Die Zwei flieh'n auf die Straße
gleich,
Dies war der vierte Klassestreich.
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Wer im Kreis der hehen Stadt
Einen Onkel stehen hat,
Der sei höflich und bescheiden,
lüg' nicht, keinen Schund beeiden.
Am Morgen "Guten Morgen!" sag,
Und ob man was besorgen mag.
Dem Onkel bring, was er nicht habend,
denn sonst genießt der Herr nicht Abend.
Wenn zu Krampf sein Rücken zwingt,
Weil er mit einem Zwicken ringt,
Das zwanghaft Bettesruh' bedeut':
Mit Freudigkeit seist du bereit.
Und sei's, nach einer mächtig Prise
Dass der Onkel prächtig niese,
Selbst wenn dich stört der ranke Duft
Man "Prosit" gleich, und "Danke!" ruft.
Man auch auf seine Ruhe schaut,
Und dass kein Zeh im Schuhe rauht.
Auch hilft ihm seine Mütze sehr,
Dass nicht verkühlt er sitze mehr.
Kurz, man den Onkel heut' befragt,
Was diesem denn mit Freud' behagt.
Den Reiz darin die Feinen kannten-
Die Buben darin keinen fanden.
Am Tag spieln sie dem wächsten Fritz
Den schlechtesten, den frechsten Witz!
Mit Locken und perfekten Sang
Man Maikäfer-Insekten fang.
Kaum treiben die's in Räumen bunt-
stattdessen geht's auf Bäumen rund.
Die Buben ohne Schande rütteln
Am Baum, den sie am Rande schütteln.
Die Tier' sie nicht in Hüte taten:
Dafür sie eine Tüte hatten.
Fort und in die Ecken dort
Unter Fritzens Decken-Ort!
Die Augen zu bald macht der Fritze
Den Kopf, den wärmt die Fracht der Mütze.
Als nichts mehr seine Augen sahn'
Fing schnarchend er zu saugen an.
Kaum hört man doch den Schläfer keuchen-
Kritz! Kratz!, auch schon die Käfer schleichen.
Der Tiere drängt sich eines vor
Und zielt auf Fritzens feines Ohr.
Der Fritz, erfüllt von Hass, ist wirr:
"Bau!" schreit er lauthals, "Was ist hier?"
Der Onkel will, das Grausen sehend,
schnell aus dem Bette sausen, krähend.
Er hat von Käfer-Banden einen
Im Genicke, an den Beinen;
Noch mehr fangen zu kriechen an
Bis man sie rundum riechen kann.
Der Fritz schafft nun den Tieren Not,
Und haut's ohne Genieren tot.
Im Jenseits nun die Käfer schlummern,
Nichts kann mehr den Schläfer kummern.
Nach dieses Streiches miesen Schluss
Der Fritz die Augen schließen muss.
Sein Schnarchen tönt wie
schwächster Sang,
Es folgt sogleich ein sechster Schwank.
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Zu Ostern machen Bäckerleute
Für die Nascher lecker' Beute,
Für der Menschen mächt'ge Rachen
Süßes sie zurechtgemachen.
Krapfen vom geweihten Punsch
War auch der Buben, beiden, Wunsch.
Das Backhaus, mit Kredit bemacht,
Schließt der Bäcker mit Bedacht.
Will wer gratis Brot verschlingen,
Muss er Zeit im Schlot verbringen.
Mit Ratsch! kommen die Rüppelknaben
Raus wie schwarze Knüppelraben.
Das nächste Ziel der Kinder ist
Das weisse Mehl, das in der Kist'.
Da! Jetzt sind sie beide grad'
Weiss als wie vom Kreidebad.
Nun woll'n sich mit Vergnügen laben
An Brezeln, die da liegen, Knaben.
Ein Knacks den Stuhl entzwei bringt;
Die Buben in den Brei zwingt.
Da würd' sogar ein Toller feig,
Wenn er so steht, ganz voller Teig.
Dem Bäcker muss erscheinen klar
Die Gegenwart der kleinen Schar.
Eins, zwei, drei! - Eh' man's gedacht,
Jetzt werd'n keine Tanz gemacht,
Mit dem frischen Bubenbrot rennt
Der Mann zum Ofen, der noch rot brennt.
Dann zieht er's aus der tauben Glut;
An ihren Tod er glauben tut.
Kaum aus des Ofens Nebenloch-
Was keiner denkt: sie leben noch!
Und fressen wie ein Mäuseheer-
Bald hält sie kein Gehäuse mehr.
Statt Brot sieht er die leeren Haufen
Und wie die kleinen Herren laufen.
Der Bäck aus allen Wolken fiel,
Der letzte Streich nun folgen will.
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Max und Co., wir strafen euch
Nach eurem letzten Affenstreich!

Wozu muss man zerschneiden
Säcke-
Zerstörn' die Frucht der Seidenschnecke?

Es trägt, zu schwer für's
Alter, Mecke
Einen seiner Maltersäcke.

Aber kaum, daß er von
hinnen,
Rieselt's Korn schon her von innen.

Das Häufchen hinten links
wird dichter-
Spricht Mecke: "Zapp! Dat Ding, s'wird lichter!"

Da kann er im Getreide sehn
Zwei Köpf, die sich zur Seite drehn.

Über der Mühle Pumpen lag
Ein Sack - hinein das Lumpenpack!

In dem Sack, es schwirrt, es
wühl'-
Max und Moritz wird es schwül.

Zum Müller sagt gemein er,
fahl:
"Diese Ware fein er mahl!"

Man sich nun an den Trichter
wagt,
Mit sich die Bösewichter tragt.

Rack! meint nur die Mühle kalt
Wie sie Moleküle mahlt.

Man sieht hier, wie die toten
Schrecken
Den Boden, fein geschroten, decken.

An ihnen war nichts zum
Verehren,

Die Enten sie darum verzehren.
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Als man vernahm die Worte - Ach!
War jedermann im Orte wach:
Kaum Zweifel in der Bolte saßen:
"Dies schlimme Schicksal sollte passen!"
"Jaja!" hängt Böck, der Meister dran,
"Die Straf' verdient solch dreister Mann!"
Gerechtigkeit laut Lämpel siegt:
"Hier wieder ein Exempel liegt!"
"Freilich", der Zuckerbäcker lallt,
"Was ist der Mensch so lecker bald!"
Selbst der Onkel Fritze wusst':
"Das ist der dummen Wize Frust!"
Doch hinter seiner Mauer Bann
Bleibt ungerührt der Bauermann.
Kurz, all ihr im Orte wisst,
Dass Wahrheit in dem Worte ist:
"Das Übel ist vergangen, tot!
Nun ist's vorbei, wir danken Gott!"
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(geschüttelt 2004-2005)

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